Aktuell

WIEN MODERN

05. November 2019

Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal
19:30 Uhr

Pierluigi Billone: FACE Dia.De

»›FACE Dia.De‹ ist der zweite Teil meiner Komposition ›FACE‹ für Stimme und Ensemble aus dem Jahr 2016. Der erste Teil des Titels, ›FACE‹, leitet sich vom alten italienischen Wort für Licht bzw. Stern und vom englischen Begriff für Gesicht ab. Der zweite Teil, ›Dia.De‹, zeigt an, dass die Stimme hier immer eine Dyade ist, also eine Entität, die aus zwei untrennbaren Teilen besteht. Dia und De sind auch intime Reverenzen an Diamanda Galas und Demetrio Stratos, zwei griechische Sänger, die ihre Existenz zu einem Abenteuer der Stimme gemacht haben. Es gibt keinen Text. Der Gesang fließt nach seinen eigenen Rhythmen und formt, vor dem Erscheinen des Wortes, frei seine eigenen Akzente. Es ist ein konstanter Stimmfluss, bei dem eine Stimme immer auch die andere beinhaltet; es sind plurale, vokale Akte, die im Körper und aus dem Körper heraus entstehen. Sie sind autonom, präverbal; sie sind der Hintergrund und das Fundament, auf dem jedes Wort (s)einen Platz finden könnte; doch ist es hier nicht notwendig. Ebenso ist kein literarischer oder intellektueller Bezug notwendig, um dem Gesang zu begegnen, der in seiner Vollständigkeit und Autonomie in einer Region ruht, die das Wort nur begrenzen kann.« (Pierluigi Billone)

Interpreten

PHACE, Ensemble
Anna Clare Hauf, Stimme
Annette Schönmüller, Stimme
Emilio Pomàrico, Dirigent

Programm

Pierluigi Billone

FACE Dia.De (2019) UA

Kompositionsauftrag von PHACE, Wien Modern und Berliner Festspiele / MaerzMusik – Festival für Zeitfragen

Anmerkung: Eine gemeinsame Produktion von Wien Modern, Wiener Konzerthaus und PHACE

https://wienmodern.at/


THEATER NESTROYHOF / HAMAKOM

13. November 2019

Premiere: 13. November 2019 / Uraufführung / 20.00 Uhr

Zeck
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Eine Wiener Verwandlung

Dieser Gregor Samsa ist skrupelloser Fotograf, der im Hotel Mama logiert, weil er keinen Erfolg hat. Sein Vater ist arbeitsloser Alkoholiker, seine Mutter muss als Putzfrau die Familie über Wasser halten. Gregor ist auf Koks – seinen versoffenen Vater verachtet er. Gregor lässt sich von seiner Mutter füttern, bestiehlt und verspottet sie.

Gregors Schwester Grete ist Malerin. Auch ihre Bilder finden kein Interesse, auch sie wohnt noch daheim. Verkannt fühlen sich beide, das eint die Geschwister: Sie stilisiert seine Fotos, er ihre Bilder. Auch Wälsungenblut fließt in den Adern der Geschwister. Bis Gregor eines morgens als Zecke erwacht …

Kafkas Erzählung birgt auch ein Libretto in sich: Eine surreale musikalische Familienaufstellung, die Musik ist unmittelbar ins Bühnengeschehen eingebunden.

MIT:
Anna Hauf
Konrad Rennert
W.V. Wizlsperger
MUSIK:
Hannes Löschel
LIBRETTO:
Peter Ahorner
AUSSTATTUNG:
Simon Skrepek
VISUALS:
Johannes Novohradsky
FOTOS:
Markus Rössle
GEMÄLDE:
Raja Schwahn-Reichmann

WIEN MODERN

16. November 2019

Musikverein, Großer Saal
19:30 Uhr

Claudio Abbado Konzert. Dieter Schnebel: Sinfonie X

»›Sinfonie X‹ bedeutet auch: eine ›Zehnte Symphonie‹, jenes Werk also, das Beethoven, Bruckner und Mahler versucht haben, und dessen Nichterreichen den abergläubischen Schönberg erschreckte: ›Es scheint, die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort.‹ Und wie Mahlers Symphonien ‹eine Welt aufbauen‹, so wird auch Schnebels ›Sinfonie X‹ nahezu vegetativ von Alltag überwuchert. Vor und nach der Konzertaufführung, in den Foyers und Gängen des Aufführungsortes, aber auch in der Pause, tönen Klänge des Verkehrs, der Kultur und der Natur. Die ›Sinfonie X‹ dauert über zwei Stunden und meint die ganze Welt; wie diese ist sie zerbrechlich und schutzbedürftig. Die komplette Fassung vom ersten und zweiten Teil wurde nach der Uraufführung 1992 nicht mehr gespielt. Wien Modern und das RSO Wien präsentieren die zweite Aufführung.« (Christoph Becher)

Interpreten

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Orchester
Anna Clare Hauf, Alt
Martin Laumann, Tontechnik
Florian Bogner, Klangregie
Baldur Brönnimann, Leitung Andrew Joon Choi, Assistenz Baldur Brönnimann

Programm

Dieter Schnebel

Sinfonie X für großes Orchester, Altstimme, Live-Elektronik und Tonband (Teil I und II) (1987–1992) EA

Anmerkung: Produktion Wien Modern und ORF RSO Wien

https://wienmodern.at/


KABINETTTHEATER

IM DEZEMBER 2019

„Jolifanta bambla o falli bambla …!“

Seit 1997 in der Adventszeit: DADA! Alle Jahre wieder und alle Jahre wie neu!

Und heuer wieder mit der „Bruitistin“ Anna C. Hauf, die auch die unscheinbarsten Objekte zum Klingen bringt!

(Die Äpfel aus der Steiermark für den olfaktorisch das Stück begleitenden Bratapfel sind uns auch heuer wieder sicher!) Bitte reservieren Sie rechtzeitig, denn in den letzten Jahren wurden vorallem die Freundes-/Bekannten-/Kollegen-/Firmengruppen immer grösser und oft waren keine Plätze mehr vorhanden.

DADA! Alle Jahre wieder und alle Jahre wie neu:

Hugo Ball

KRIPPENSPIEL. CONCERT BRUITISTE, DEN EVANGELIENTEXT BEGLEITEND: POÈME SIMULTANT

Karten: 27.- , für Heranwachsende bis 10 Jahre: 14.- (incl. Bratapfel nach der Vorstellung!)

KARTENRESERVIERUNG:
Bitte reservieren Sie Ihre Karten möglichst per Mail:
Sollte Ihnen das nicht möglich sein, können Sie uns auch
Mo bis Fr von 14h-18h telephonisch erreichen:
01-585 74 05