Aktuell

KABINETTTHEATER, SEPTEMBER 2019 ——————–Neuauflage
LA TERRIBILE E SPAVENTOSA STORIA DEL PRINCIPE DI VENOSA E DELLA BELLA MARIA Skandalchronik eines sehr berühmten Paares aus Venosa. Oper für ein Puppentheater von Salvatore Sciarrino

Wir nehmen diese Produktion mit einem neuen Musik- und Schauspielensemble wieder in den Spielplan auf.

Termine:
Premiere: Mi 18.9. 20h
Do 19.9. 20h
Sa 21.9. 20h
So 22.9. 17h
Mo 23.9. 20h
Mi 25.9. 20h
Do 26.9. 20h

Vor mehr als 10 Jahren haben wir unsere Version des Puppenspiels von Salvatore Sciarrino uraufgeführt- es waren spannende Vorstellungen, an deren Ende wir für dableiben- wollende Interessierte Werner Herzogs „5 Stimmen für einen Tod“ in unserem „Minikino“ gezeigt haben. So klein das Theater auch ist, hat es einen Bonus: ein (noch) geräumiges Lager, in dem wir einen Teil der Figuren und Bühnenbilder, die für diese Inszenierung entstanden sind, aufheben konnten- wir wussten schon damals: diese Produktion MUSS nochmal stattfinden, und jetzt ist es soweit!
In veränderter und erweiterter Form und mit dem inzwischen dazugewonnenen Abstand wagen wir uns noch einmal an das „crudele“ Spiel um Macht und Leidenschaft, höfischer Etikette und heimlichem Tändel…
Wir: das sind 6 Musiker und 5 Puppenspieler im intimen Rahmen des Kabinetttheaters, in dem Sie jedem Saxophonisten auf die Finger schauen können, alle im Schlagwerk verwendeten Zusatz „instrumente“ aus nächster Nähe erleben, Anna C. Haufs Mezzosopran körperlich spüren und mit dem Chronisten und Puppenspieler Christian Pfütze (zuletzt in: „Das abgebrochene Drama“, 2017/18) in die Skandalchronik vom Fürstenhaus in Venosa eintauchen können!

Mobilis Saxophon Quartett
(Yukiko Krenn, Michael Krenn, Goran Jurković, Georg Palmanshofer)
Schlagwerk: Harry Demmer
Gesang: Anna Hauf
Chronist/Zio Giulio: Christian Pfütze
Kostüm: Burgis Paier
Lichtdesign: Andrei Oprea
Mit: Katarina Csanyiova, Tanja Ghetta, Walter Kukla
Musikalische Leitung: Michael Krenn
Dramaturgie / Inszenierung: Alexandra Millner und Julia Reichert


28. September 2019

Warsaw Autumn
17:00

Recital by Anna Hauf and Krassimir Sterev

Anna Clare Hauf mezzo-soprano
Krassimir Sterev accordion

Bernhard Lang Epilog *
Thierry Tidrow new piece **
Enno Poppe Wespe *
Rebecca Saunders flesh
Karlheinz Essl Partikel-Bewegungen **
Aureliano Cattaneo Dialoghi
Cathy Berberian Stripsody
Boris Hauf eyes know if **

** first performance
* first Polish performance

Organised by Austrian Cultural Forum

http://www.warszawska-jesien.art.pl


Freitag 04. Oktober 2019

Anna Hauf und Krassimir Sterev

Klangraum im Herbst
19:00 Uhr
Galerie Raumimpuls
Oberer Stadtplatz 32
Waidhofen an der Ybbs

Eintritt frei!

Anna Hauf folgt der legendären amerikanischen Musikerin Cathy Berberian, die sich mit „Stripsody“ ein Stück komponierte, das aus Sprechblasen und Comics besteht. Ein Blick in die ansprechende Partitur zu werfen lohnt sich – genießen Sie Zeitgenössisches mit Humor in der Galerie Raumimpuls. Und durchaus mit einem Glas Wein.

https://www.klangraumimherbst.at


WIEN MODERN

05. November 2019

Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal
19:30 Uhr

Pierluigi Billone: FACE Dia.De

»›FACE Dia.De‹ ist der zweite Teil meiner Komposition ›FACE‹ für Stimme und Ensemble aus dem Jahr 2016. Der erste Teil des Titels, ›FACE‹, leitet sich vom alten italienischen Wort für Licht bzw. Stern und vom englischen Begriff für Gesicht ab. Der zweite Teil, ›Dia.De‹, zeigt an, dass die Stimme hier immer eine Dyade ist, also eine Entität, die aus zwei untrennbaren Teilen besteht. Dia und De sind auch intime Reverenzen an Diamanda Galas und Demetrio Stratos, zwei griechische Sänger, die ihre Existenz zu einem Abenteuer der Stimme gemacht haben. Es gibt keinen Text. Der Gesang fließt nach seinen eigenen Rhythmen und formt, vor dem Erscheinen des Wortes, frei seine eigenen Akzente. Es ist ein konstanter Stimmfluss, bei dem eine Stimme immer auch die andere beinhaltet; es sind plurale, vokale Akte, die im Körper und aus dem Körper heraus entstehen. Sie sind autonom, präverbal; sie sind der Hintergrund und das Fundament, auf dem jedes Wort (s)einen Platz finden könnte; doch ist es hier nicht notwendig. Ebenso ist kein literarischer oder intellektueller Bezug notwendig, um dem Gesang zu begegnen, der in seiner Vollständigkeit und Autonomie in einer Region ruht, die das Wort nur begrenzen kann.« (Pierluigi Billone)

Interpreten

PHACE, Ensemble
Anna Clare Hauf, Stimme
Annette Schönmüller, Stimme
Emilio Pomàrico, Dirigent

Programm

Pierluigi Billone

FACE Dia.De (2019) UA

Kompositionsauftrag von PHACE, Wien Modern und Berliner Festspiele / MaerzMusik – Festival für Zeitfragen

Anmerkung: Eine gemeinsame Produktion von Wien Modern, Wiener Konzerthaus und PHACE

https://wienmodern.at/


WIEN MODERN

16. November 2019

Musikverein, Großer Saal
19:30 Uhr

Claudio Abbado Konzert. Dieter Schnebel: Sinfonie X

»›Sinfonie X‹ bedeutet auch: eine ›Zehnte Symphonie‹, jenes Werk also, das Beethoven, Bruckner und Mahler versucht haben, und dessen Nichterreichen den abergläubischen Schönberg erschreckte: ›Es scheint, die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort.‹ Und wie Mahlers Symphonien ‹eine Welt aufbauen‹, so wird auch Schnebels ›Sinfonie X‹ nahezu vegetativ von Alltag überwuchert. Vor und nach der Konzertaufführung, in den Foyers und Gängen des Aufführungsortes, aber auch in der Pause, tönen Klänge des Verkehrs, der Kultur und der Natur. Die ›Sinfonie X‹ dauert über zwei Stunden und meint die ganze Welt; wie diese ist sie zerbrechlich und schutzbedürftig. Die komplette Fassung vom ersten und zweiten Teil wurde nach der Uraufführung 1992 nicht mehr gespielt. Wien Modern und das RSO Wien präsentieren die zweite Aufführung.« (Christoph Becher)

Interpreten

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Orchester
Anna Clare Hauf, Alt
Martin Laumann, Tontechnik
Florian Bogner, Klangregie
Baldur Brönnimann, Leitung Andrew Joon Choi, Assistenz Baldur Brönnimann

Programm

Dieter Schnebel

Sinfonie X für großes Orchester, Altstimme, Live-Elektronik und Tonband (Teil I und II) (1987–1992) EA

Anmerkung: Produktion Wien Modern und ORF RSO Wien

https://wienmodern.at/